Reichsparteitagsgelände

Um nicht Personen mit rechter Gesinnung einen Vorwand zu geben diese Seiten zu mißbrauchen, habe ich mich dazu entschlossen, auf die Darstellung von Hakenkreuzen zu verzichten.

Mit großem Interesse verfolge ich seit Jahren die immer wiederkehrende Diskussion über das Thema "Was passiert mit unserem Erbe aus dem Dritten Reich" in Nürnberg. Ist ein kontrollierter Verfall oder die Erneuerung der architektonischen Anlagen der richtige Weg?
Ein interessantes Gespräch mit Herrn Dr.-Ing. Alexander Hentschel (Baulust e.V.), das ich im Herbst 2014 führte, brachte mich auf die Idee eine komplette 3D-Rekonstruktion des Reichsparteitagsgeländes
mit allen Bauwerken wie z.B. Luitpoldarena, Zeppelintribüne, Konkresshalle, Stadion, etc. zu entwerfen.
Von dieser Idee fasziniert, machte ich mich mit Begeisterung an die Arbeit. Knapp 16 Monate später war es dann soweit. Meine Arbeit war im ersten Entwurf beendet und ich stellte sie Herrn Dr. phil. Alexander Schmidt vom Dokumentationszentrum Nürnberg vor.
Herr Dr. Schmidt war von der Detailgenauigkeit meiner 3D-Modelle sehr angetan.
Die Eindrücke, die diese Bauwerke hinterlassen sollten wie Monumentalität, Bauwerke für die Ewigkeit, Gemeinschaftsgefühl wecken, einschüchtern, beeindrucken, Macht demonstrieren u.v.m. wird durch die 3D-Technik nochmals verstärkt. Da zur gleichen Zeit das ZDF ein digitales Modell des "Deutschen Stadions" für ihren Fernsehbeitrag "Böse Bauten in München und Nürnberg" benötigten, stellte Herr Dr. Schmidt einen Kontakt zum ZDF her.
Bild: Modellausschnitt, 1938, "Kulissen der Gewalt" © Heinrich Hugendubel Verlag, München 1992

Kongresshalle

Geschichte

Die Kongreßhalle in Nürnberg ist der größte, aber unvollendete nationalsozialistische Monumentalbau in Deutschland. In der Kongreßhalle sollte während der Reichsparteitage der NSDAP der „Kongreß“ mit Reden Hitlers und der NS-Führungsspitze stattfinden. 2001 richtete die Stadt Nürnberg im Nordflügel der „Kongreßhalle“ das Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände ...Wikipedia
Bild: Innenraummodell Kongresshalle (S.73) "Kulissen der Gewalt" © Heinrich Hugendubel Verlag, München 1992

Renderings

Material

Historische Bilder, die mir beim Nachbau meiner 3D-Modelle behilflich waren. CLICK

Making of

Exemplarisch an einem Modell die dahinter steckenden Arbeiten aufgezeigt. CLICK

Deutsches Stadion

Der Entwurf war, wie Speer selbst sagte, nicht durch den Circus Maximus, sondern durch das Panathinaiko-Stadion inspiriert, das ihn in hohem Maße beeindruckt hatte, als er 1935 Athen besichtigte. Speers Stadion in Nürnberg war geplant als eine gigantische Vergrößerung des griechisch-römischen Vorbilds, von dem er die Hufeisen-Bauform und die Propyläen übernahm, allerdings umgewandelt in eine angehobene, auf Pfeilern errichtete Struktur mit großem Säulenhof, die zum geöffneten Ende des Stadions einen mit Pfeilern versehenen inneren Hof erhalten sollte. Die Planungen für das Stadion in Nürnberg konnten nicht wie beim Panathinaiko-Stadion in Athen auf eine Lage am Grund einer Schlucht zurückgreifen, sondern mussten ausgerichtet werden auf ein flaches Stück Land (24 Hektar). Deswegen hätten seine fünf Sitzreihen für 400.000 Zuschauer in der üblichen römischen Weise durch massive Tonnengewölbe gestützt werden müssen. Rosafarbene Granitblöcke waren für die Außenfassade vorgesehen, die zu einer Höhe von ungefähr 90 Metern aufgeragt hätte: eine Reihe aus 65 Meter hohen Bögen sollte auf einem Unterbau aus dunkelrotem Granit ruhen. Bild: Deutsches Stadion, 'Kulissen der Gewalt' copyright Heinrich Hugendubel Verlag, München 1992
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Luitpoldhain

 
Seit dem 17. Jahrhundert war das Gebiet des Luitpoldhains Teil des Dutzendteichgeländes (siehe Volkspark Dutzendteich). Nürnberg, ein wichtiger Industriestandort, richtete 1906 zum 100-jährigen Jubiläum der Zugehörigkeit zu Bayern die Bayerische Jubiläums-, Landes-,
Industrie-, Gewerbe- und Kunstausstellung aus. Dafür wurde nördlich des Dutzendteiches auf 700.000 m² Fläche eine Parklandschaft angelegt und Gebäude mit jugendstilähnlichen Fassaden errichtet. Der nördliche Teil des Ausstellungsgeländes wurde zu Ehren des damaligen
Prinzregenten Luitpold "Luitpoldhain" genannt. Die für die Ausstellung errichteten Gebäude wurden bis auf einen Leuchtturm und die Maschinenhalle wieder abgetragen. Die Maschinenhalle erhielt nach dem Umbau zur Veranstaltungshalle den Namen Luitpoldhalle. ...Wikipedia
 

Zeppelintribüne

 
 
Seit dem 17. Jahrhundert war das Gebiet des Luitpoldhains Teil des Dutzendteichgeländes (siehe Volkspark Dutzendteich). Nürnberg, ein wichtiger Industriestandort, richtete 1906 zum 100-jährigen Jubiläum der Zugehörigkeit zu Bayern die Bayerische Jubiläums-, Landes-,
Industrie-, Gewerbe- und Kunstausstellung aus. Dafür wurde nördlich des Dutzendteiches auf 700.000 m² Fläche eine Parklandschaft angelegt und Gebäude mit jugendstilähnlichen Fassaden errichtet. Der nördliche Teil des Ausstellungsgeländes wurde zu Ehren des damaligen
Prinzregenten Luitpold "Luitpoldhain" genannt. Die für die Ausstellung errichteten Gebäude wurden bis auf einen Leuchtturm und die Maschinenhalle wieder abgetragen. Die Maschinenhalle erhielt nach dem Umbau zur Veranstaltungshalle den Namen Luitpoldhalle. ...Wikipedia
 

Märzfeld

Der Name Märzfeld ist eine Anspielung auf den römischen Kriegsgott Mars und das ursprünglich ihm gewidmete Marsfeld in Rom sowie eine Erinnerung an die Wiedereinführung der allgemeinen Wehrpflicht im März 1935. Das Gelände sollte Platz für Schaumanöver der Wehrmacht während der Reichsparteitage bieten. Es hatte eine Größe von 955×611 Metern, das entspricht etwa 58 Hektar und war damit größer als 80 Fußballfelder. Mit dem Bau wurde 1938 begonnen, zu einer Fertigstellung kam es nicht.
Umrahmt von 24 Türmen, fertiggestellt wurden 11, sollte es den Eindruck einer monumentalen Festungsarchitektur erwecken. An den Rändern waren Tribünen für etwa 250.000 Zuschauer geplant. Auf der Mitteltribüne war eine Kolossalfigurengruppe mit einer Siegesgöttin und Kriegern vorgesehen. Bild: Märzfeld (S.80) "Kulissen der Gewalt" © Heinrich Hugendubel Verlag, München 1992
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